Das Buch „Litho: Die Stadt des Falken“ spielt in einer Welt von Magie und Mechanisierung

Der Roman mit dem Titel „Litho. Die Stadt des Falken“ gehört zum Genre Urban Fantasy und spielt in der Großstadt Litho auf einem fiktiven Inselkontinent zu einer Zeit, die etwa den 1910er oder 1920er Jahren unserer Zeit entspricht. Mit 551 Seiten erschien er in 2020 bei Neopubli. Aber was steckt drin?

Eine Spur von Magie, natürlich.“

Handlung

Aki und Raik, zwei junge Lehrlinge aus dem rauen Nordland, hören in einer Kneipe von einem vergessenen Diamantenfund im Truwenwald. Doch statt Reichtum erwartet sie dort ein tödlicher Zwischenfall: Ein Soldat bedroht sie mit dem Gewehr – und stirbt durch einen unglücklichen Sturz. Die beiden müssen fliehen.

Ihr Weg führt sie nach Litho, eine gewaltige Stadt im Herzen des Inselkontinents Asthenos. Dort hat das Zeitalter der Mechanisierung begonnen: Elektrisches Licht flackert durch enge Gassen, Kinematographen zeigen bewegte Bilder, Radiowellen durchdringen die Luft, erste Automobile lärmen auf den Straßen. Doch über allem wacht der Kult um Dogan, den großen Falken – und seine gefürchteten Priester, die Falkenauten. Magie und Aberglaube gelten als Ketzerei – und werden erbarmungslos geahndet.

Raik behauptet, einen Pakt mit einem Falkenauten geschlossen zu haben. Kurz darauf verschwindet er spurlos. Aki überlebt nur knapp ein Attentat – und beginnt, seinen Freund zu suchen. Seine Spur führt ihn in die düstere Unterstadt von Litho, zu den Südländern Saleh und Esra, in die Welt der Legende vom Do’on – und in den betörend schillernden Vorort Kipkadi, wo sich Gaukler und Schattenwesen mischen. Bald entdeckt Aki, dass eine gefährliche Droge namens Splitterlauf die Stadt vergiftet.

Währenddessen kämpft die junge Frida Iringa in der Unterstadt für Religionsfreiheit – und gegen die Falkenauten. Ihre Mutter wurde einst vergiftet, der Mörder nie gefunden. Ihr Vater schweigt, und David, ihre heimliche Liebe aus der Oberstadt, wird bei einem Anschlag schwer verletzt. Frida muss fliehen. Der Obdachlose Samuel hilft ihr, in die Welt der Oberstadt einzutauchen – und dort stößt sie auf Hinweise, dass weitere Anschläge bevorstehen.

In einer Stadt voller Gegensätze, in der Magie verboten, aber nicht tot ist, kreuzen sich Fridas und Akis Wege – beim geheimnisvollen Tempelherrn Nonim, dem obersten Falkenauten von Litho.

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How to: Schriftsteller werden (in 12 Jahren). Die Geschichte hinter Litho.

Jedes Buch hat eine Geschichte, die nicht auf seinen Seiten steht. Die Geschichte von Litho begann vor vielen Jahren mit einer WG-Wette. Mein bester Freund (und damaliger Mitbewohner) und ich schlossen eine Schnapswette ab, vielleicht am selben Tag, an dem wir uns gegenseitig neue Frisuren verpasst hatten: Wer als Erstes eine längere Geschichte fertig schreibt, bekommt einen Kasten Bier.

Die Geschichte aus der Wette, begonnen im ersten Semester, habe ich tatsächlich beendet. Zwölf Jahre später.

Vom Alltag in die Literatur

Nach dem Studium arbeitete ich an einem Forschungsinstitut in der Armutsforschung. Es war eine spannende Zeit. In Finnland besuchten wir unsere Projektpartnerin in Saariselkä. Ihr Mann war Sami, ein Angehöriger der indigenen Volksgruppe im Norden des Landes. Dort gingen wir Eisfischen, fuhren E-Schlitten, fütterten Rentiere. Als wir aufbrachen, überreichte mir unsere Gastgeberin ein Messer mit den Worten: Es sei Tradition, dass der friedlichste Mensch der Gruppe die einzige Waffe trage. Aus diesem Moment wurde Aki geboren, meine Hauptfigur aus Litho.

Jordengard und der Truwenwald – beides Orte meiner Geschichte – sind inspiriert von den finnischen Landschaften und meinem kleinen fränkischen Heimatdorf mitten im Wald.

Schreiben ist Freiheit und Handwerk

In einem klassischen Volontariat in der Wissenschaftskommunikation durfte ich nach dem Forschungsprojekt mit Journalist*innen von der Süddeutschen Zeitung bis zum ZDF arbeiten.

Ich lernte, wie viel Ausdauer dahintersteckt, wie wichtig ehrliches Feedback ist, und wie sehr es sich lohnt, besser werden zu wollen. Ich besuchte Schreibkurse, nahm an Autor*innenwerkstätten teil. Schreiben ist Arbeit, und Kritik unersetzbar.

Später konnte ich als Hochschuldozentin für Professionelles Texten mein Wissen weitergeben. Heute habe ich auch das Glück, in einem Beruf zu arbeiten, in dem Kreativität und Texten weiter Teil meiner Aufgaben ist.

Aber auch privat schrieb ich irgendwann weiter. Am Ende schrieb ich nicht mehr für einen Kasten Bier. Sondern für mich selbst. Ich habe gelernt: Auch wenn die Reise ein Dutzend Jahre gedauert hat, am Ende zahlte es sich aus, dranzubleiben. Denn mein zweites Buch schrieb ich dann nicht in 12 Jahren, sondern in 12 Monaten.

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